Internet-/Onlinerecht

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Presseclipping im Internet – Unsichere Rechtslage für Clippingdienste

Beitrag von RA Dr. Rauschhofer in der iBusiness Executive Summary  vom September 2001 ( Heft 17, S. 17) Für "Zeitungen und Andere Informationsblätter" sind die Bedingungen für das übernehmen oder zitieren von Auszügen im Rahmen von Clippings, Pressespiegeln und Kommentaren im Urheberrecht festgelegt. Allerdings ist rechtlich umstritten, ob Online-Medien überhaupt als Zeitung oder Informationsblatt gesehen werden können, - und somit § 49 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) zum Tragen kommt. Das OLG Köln (Az.: 6U11/94) und das OLG Frankfurt (Az.: 6U151/99) zum Beispiel verneinten die Zulässigkeit einer elektronischen Verwertung insbesondere eines elektronischen Pressespiegels, während andere Rechtsmeinungen in der juristischen Literatur den § 49 [...]

von |Donnerstag, 6. September 2001|2001, Internet-/Onlinerecht, Urheberrecht|

Internet-Recht für die Praxis – Teil 4: Domainrecht

(Beitrag in der DIREKT MARKETING 08/2001) Anlass für Streitigkeiten um Domains bieten hier regelmäßig zwei Fallkonstellationen: Im ersten Bereich streiten sich meist Unternehmen mit anderen Unternehmen oder Privatleuten um die Übertragungsverpflichtung einer Domain. Im zweiten Gebiet, das unter den Schlagwörtern „Domain-Grabbing“ oder „Cyber Squatting“ bekannt geworden ist, werden vorsätzlich Markennamen oder Unternehmenskennzeichen als Domain registriert, um diese Domain anschließend Gewinn bringend zu verkaufen. DIREKT MARKETING 08/2001 als PDF-File via IM-Marketing-Forum

von |Montag, 6. August 2001|2001, Domainrecht|

Internet-Recht für die Praxis – Teil 2: Wettbewerbsrecht

(Beitrag in der DIREKT MARKETING 06/2001) Ohne Zweifel gilt das Wettbewerbsrecht auch in elektronischen Medien. Das Internet bietet aufgrund seiner technischen Voraussetzungen, insbesondere des Verlinkens, E-Mail-Kommunikation und durch die grenzüberschreitende Abrufbarkeit von Inhalten neue Möglichkeiten des Marketings, deren Problemfelder skizziert werden. DIREKT MARKETING 06/2001 als PDF-File via IM-Marketing-Forum

von |Mittwoch, 6. Juni 2001|2001, Internet-/Onlinerecht, Wettbewerbsrecht|

Internet-Recht für die Praxis – Teil 1: Urheberrecht

(Beitrag in der DIREKT MARKETING 05/2001) Was heißt Urheberrecht? Entgegen manch laienhafter Einschätzung, wonach ein Urheberrecht "angemeldet" werden müsse, entsteht das Recht des Urhebers an einem Werk bereits mit der Schöpfung. Wenn also ein Werk geschaffen ist, bedarf es keiner weiteren Maßnahme, um den Urheberschutz in Anspruch zu nehmen. Schutzfähige Werke sind z.B. Schriften, Artikel, Computerprogramme, Musik und Bilder, worunter im Internet auch Flash-Programmierungen zur multimedialen Gestaltung einer Website fallen. Zusätzlich erstreckt sich der Schutz auch auf Sammelwerke und Datenbankwerke, wenn in deren Auswahl und Anordnung eine persönlich geistige Schöpfung zu erkennen ist. Daneben bestehen Leistungsschutzrechte für reine Datenbanken. Diesbezüglich [...]

von |Donnerstag, 24. Mai 2001|2001, Content, Internet-/Onlinerecht, Urheberrecht|

BGH: Gattungsdomains grundsätzlich zulässig! Mündliche Verhandlung vor dem BGH zu mitwohnzentrale.de

Pressemitteilung Mündliche Verhandlung vor dem BGH zu mitwohnzentrale.de (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17. Mai 2001 – I ZR 216/99 –) Am 17.5.2001 nahm der Bundesgerichtshof (BGH) erstmals zu der grundsätzlichen Frage Stellung, ob und ggf. inwieweit die Verwendung von allgemeinen Domainnamen zulässig ist. Nach einer Vielzahl von Entscheidungen diverser Land- und Oberlandesgerichte, die überwiegend von der Rechtmäßigkeit der Verwendung allgemeiner Domainnamen ausgingen (dazu: www.rechtsanwalt.de), erklärte das höchste deutsche Gericht für Zivilsachen, dass grundsätzlich eine Verwendung von allgemeinen Domainnamen nicht zu beanstanden ist. Wie schon die Landgerichte Darmstadt, Hamburg und teilweise München sowie das Oberlandesgericht Hamm schloss sich der BGH der Rechtsauffassung [...]

von |Montag, 21. Mai 2001|2001, Domainrecht, Internet-/Onlinerecht|

BGH-Grundsatzentscheidung zum Verhältnis von Unternehmensnamen und Privat-Domain – shell.de

Pressemitteilung I. Leitsätze: Bei berühmten Unternehmen, geht das Recht am Unternehmensnamen bei Gleichnamigkeit dem Namensrecht einer Privatperson vor. Innerhalb des Spannungsverhältnisses beider aus § 12 BGB entspringenden Ansprüche hat ausnahmsweise eine Interessengewichtung zu Gunsten des berühmten Unternehmens zu erfolgen. Aus diesem Anspruch kann ein berühmtes Unternehmen nicht nur Unterlassung, sondern darüber hinaus auch den Verzicht auf den Domain- Namen verlangen. Eine solche ausnahmsweise Interessenabwägung gebietet jedenfalls bei nur bekannteren Namensträgern keine Abweichung vom Gerechtigkeitsprinzip der zeitlichen Priorität der Domain-Registrierung. II. Der Fall shell.de In einer weiteren Grundsatzentscheidung zum Domain-Recht hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 22. November [...]

von |Donnerstag, 17. Mai 2001|2001, Domainrecht|

Urteile zum Domain-Recht – Sonderseite zur Zulässigkeit von Gattungsdomains

BGH: Gattungsdomains grundsätzlich zulässig! Rauschhofer Online (8.5.01) Aus Anlass der in der nächsten Woche anstehenden Verhandlung der Revision in dem Fall mitwohnzentrale.de werden nachstehende Beiträge und Urteile aufgelistet, die sich ausschließlich mit der Frage der Zulässigkeit generischer Begriffe als Domain-Namen beschäftigen. Je nachdem, ob der BGH grundsätzliche Ausführungen zu diesem Problemkreis machen wird und welche Rechtsansicht das Gericht vertritt, kann diesem Verfahren ganz erhebliche wirtschaftliche Bedeutung zukommen. Investoren und Internet-Anbieter, die über entsprechende Domains verfügen, sehen diesem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen, da für den Fall, dass der BGH die Verwendung generell als unzulässig bewertet, mit einer nie da gewesenen [...]

von |Dienstag, 8. Mai 2001|2001, Domainrecht|

Internet-Recht für die Praxis – Teil 1: Urheberrecht

(Beitrag in der DIREKT MARKETING 05/2001) Der Beitrag „Urheberrecht im Internet“ ist der erste Teil einer vierteiligen Serie, die sich mit den zunehmend relevanten Problematiken von Rechten im Internet befasst. Als weitere Folgen werden demnächst Beiträge zu Wettbewerbs-, Marken- und dem so genannten Domainrecht erscheinen. Als wichtigstes Gut der Informationsgesellschaft beschäftigt die Rechtsmaterie des Urheberrechts immer wieder Anwälte und Gerichte, die sich mit teilweise gravierenden Verletzungen von Urheberrechten auseinander zu setzen haben. So werden teilweise ohne Rücksicht auf Verluste gesamte Datenbanken oder Webpräsenzen kopiert, Urhebernennungen entfernt und solche Inhalte zur Eigenwerbung und Information der Kunden dargestellt. Ein solches Handeln hat [...]

von |Sonntag, 6. Mai 2001|2001, Internet-/Onlinerecht, Urheberrecht|

Weiteres Urteil zur Zulässigkeit von Gattungsdomains – Landgericht Darmstadt, kueche.de

Rauschhofer Online (5.5.01) In einem gerade bekannt gewordenen Urteil des Landgerichts Darmstadt vom 17.04.2001 – Az.: 16 O 501/00 – wies das Gericht eine auf Wettbewerbsrecht gestützte Unterlassungsklage gegen die Verwendung der Gattungsdomain „kueche.de“ ab. Im Lichte der bisher ergangenen Rechtsprechung würdigte das Gericht, dass die Benutzung der Gattungsbezeichnung „kueche.de“ keine Alleinstellungswerbung beinhalte und gleichzeitig damit keine alleinige Spitzenstellung in Anspruch genommen würde. Das erkennende Gericht stellte bei der Beurteilung auf das nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes maßgebliche Leitbild des „umsichtigen, kritisch prüfenden und verständigen Verbrauchers“ (EUGH GR Int. 1991, S. 215) ab. Wie in der Entscheidung OLG Hamm [...]

von |Samstag, 5. Mai 2001|2001, Domainrecht|

Überblick: Die rechtliche Situation des Domainrechts in Deutschland

I. Einleitung Das sogenannte Domainrecht, das im Kern die Fragestellung nach Ansprüchen aus Marken- oder Unternehmenskennzeichnungsrecht, Namensrecht sowie aus unerlaubter Handlung beinhaltet, wird nach anfänglichen Unsicherheiten einzelner Gerichte durch die deutsche Jurisdiktion zunehmend in klare Bahnen gelenkt.
Die Besonderheit der rechtlichen Situation - die technischen Konstellationen werden als bekannt vorausgesetzt - liegt darin, dass anders als bei Markeneintragungen für Domains eine Zeichenfolge unter der jeweiligen Toplevel-Domain nur einmal vergebenen werden kann. Neben den hinlänglich bekannten Fällen des Domain-Grabbings liegt daher der wichtigste Anwendungsfall im Konflikt zwischen Unternehmen mit ähnlicher oder identischer Unternehmenskennzeichnung. Hinzukommt die noch immer nicht abschließend geklärte Frage nach [...]

von |Samstag, 21. April 2001|2001, Domainrecht|